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Warum

Die Überschwemmungen in Mitteleuropa 2013 waren ein weiterer eindeutiger Hinweis darauf, wie verletzlich und gefährdet europäische Länder durch extreme Wetterereignisse sind, und wieviel menschliches Leid und wirtschaftliche Schäden Katastrophen heute verursachen. In Österreich und anderswo sind Veränderungen von Schwere, Häufigkeit und Dauer von Extremereignissen (wie Starkniederschlägen, Stürmen oder Muren) mit dem Klimawandel zu erwarten. Gleichzeitig steigt das Ausmaß an Vermögenswerten und kritischer Infrastruktur, welche der Schlüsselfaktor für das Risiko sind (IPCC 2012)Insgesamt sind Klimawandel und dynamische sozioökonomische Rahmenbedingungen die wesentlichen Triebkräfte für eine Veränderung der Risikolandschaften, global und in Österreich. Sie wirken damit maßgeblich auf Entscheidungen von Behörden, Privathaushalten und Unternehmen ein. Ein integrierter, iterativer und vorausschauender Ansatz ist notwendig, um Maßnahmen zu erarbeiten, die das Risiko auf ein akzeptables Maß reduzieren. Eine nachhaltige und wissenschaftlich fundierte Katastrophenvorsorge wird sowohl seitens der Wissenschaft, als auch der Praxis als Schlüsselelement von Klimawandelanpassungsstrategien gesehen. Der Trend ist deutlich; es fehlen jedoch anwenderorientierte, ebenenübergreifende Ansätze (top-down und bottom-up, modellhaft und partizipativ), um diese Art der Katastrophenvorsorge in Österreich auf lokaler Ebene voranzutreiben.